Halbmarathon im Rückwärtslauf

Außerhalb der Komfortzone beginnt der Fortschritt. Oder beim mir der Rückschritt.
 
Als ich im Dezember und Januar in Neuseeland war habe ich die Zeit schon genutzt um einige Kilometer rückwärts zu laufen. Denn die ersten KM sind meist die schwierigsten. Ich kann nur wenig trainieren, bevor die Sehnen und Muskeln sich wirklich auf den umgekehrten Bewegungsablauf eingestellt haben. Mit wenigen Kilometern ist auch nur wenig Variation und somit nur kleiner Fortschritt im Rückschritt möglich.
 
Schon im Aufenthalt in Portugal konnte ich dann viel größere Umfänge laufen. 5-8km waren möglich. Immer noch viel zu wenig um auf einer Halbmarathondistanz wirklich Akzente zu setzten. Jedoch genug um das Training deutlich ausweiten zu können. 8x1000m in 4min im Schnitt und zuletzt 8x1800m. Selbst die 200m Pause dazwischen bin ich rückwärts gelaufen. Das Motto fokussierte sich vorwiegend darauf, dass ich die Distanz bewältigte und dazu möglichst viele Trainingskilometer sammeln wollte. Deshalb gab es dann auch Dauerläufe zwischen 15 und 17km. Oft mit vorwärts laufender Begleitung und manchmal auch im leicht profilierten Gelände auf Forstwege. Denn der Auffahrtslauf ist kein reiner Straßenlauf. Es warten 250Hm und es warten enge Passagen auf Forst- und Wiesenwegen. Das will trainiert sein, denn im Wettkampf ist vermutlich keine Möglichkeit zum testen. Da wird es mit über 2500 anderen Läufern flott durch die Schweizer Unistadt gehen. Besonders in den Randbezirken wird die Technik entscheiden sein.
 
 
 
Mein Start wird um 18:32 Uhr sein. Kurz nach dem ersten Block und ein bisschen vor dem zweiten Startblock. Somit sollte ich einige Meter und mit etwas Glück einige Kilometer alleine auf dem Streckenabschnitt sein und somit locker und leicht laufen können. Eine super Idee des Veranstalters die mir das Rückwärtsläuferleben deutlich leichter macht. Hoffentlich so leicht, dass ich möglichst schnell im Ziel sein werde. Denn wer schneller läuft ist früher fertig und das habe ich mir im Training häufig bewusst gemacht. Wie schnell ich in St. Gallen beim Auffahrtslauf am 5. Mai laufen werde kann ich nicht abschätzen. Toll wäre, wenn ich nach 1:40 bis 1:45h im Ziel stehen würde. Das würde mich bei der Premiere auf dem Kurs extrem freuen.
 
Link zum Auffahrtslauf
Link zu den Ergebnissen (nach dem Lauf)
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